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Sonntag, 19. Juli 2026

Sehr interessante und ausführliche Analyse zur "Wilhelm-Burkhardt-Straße" von "Allersberg unsere Heimat"

 Sehr interessante Details aus der Gruppe "Allersberg unsere Heimat"

Aus der Redaktion. Auf Wunsch die Redaktions Darstellung im ganzen zu den Punkten die Bündnis 90 Grünen Allersberg betrifft.

„Einen Fehler zu korrigieren, ist keine Schande. Es wäre eine Schande, es nicht zu tun.“

Dann fangen die Grünen hoffentlich jetzt damit bei sich selber an und beantworten als erstes die Frage:

Wenn man sich für die verbreiteten Behauptungen schon auf diese Bachelorarbeit beruft, hat man sie dann auch vorher gelesen?
Verbreitet man also absichtlich Unwahrheiten oder nur, weil es halt so gut in die eigenen Vorstellungen passt?
Stellen wir Behauptungen und Fakten gegenüber:
Behauptung:
„Arbeit des Historikers Bey seien alle verfügbaren Dokumente analysiert worden“

Zitat aus der Bachelorarbeit (Bey):

„Dass weitere relevante, bisher unbekannte Quellen existieren, ist allerdings nicht auszuschließen. Eine weiterführende Recherche wäre zwar an manchen Stellen möglich, diese würde den Rahmen dieser Forschungsarbeit jedoch bei Weitem sprengen. Zudem ist es angesichts der bereits vorliegenden Quellenlage als unwahrscheinlich einzuschätzen, Quellenmaterial zu finden, welches das aufgrund der gesichteten Dokumente entstandene Bild grundlegend verändert.“

Unsere Meinung der Redaktion:

Bey sagt eindeutig selbst, dass er nicht einmal allen vorhandenen Dokumenten genauer nachgehen konnte oder wollte, und dass es auch noch mehr geben könnte. Wir sind uns sehr sicher, dass Geschichte Für Alle wesentlich mehr Dokumente und Quellen und damit ganz neue Erkenntnisse bringen wird. Schon alleine, dass Bey es nicht einmal für nötig gehalten hat, einen einzigen Allersberger Zeitzeugen zu befragen oder – wie man hört – niemals selber im Allersberger Archiv war - spricht Bände.

Behauptung:

„Burkhardt war ein Nazi und hat das verbrecherische NS Regime aktiv unterstützt“

Zitat aus der Bachelorarbeit (Bey):

„Es gibt jedoch keinen Grund anzunehmen, dass sich Burkhardt nicht tatsächlich menschlich und gerecht gegenüber Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern verhalten hat, wie des Öfteren in Entlastungsschreiben erwähnt wurde“.
„Insgesamt zeichnet sich nicht das Bild eines Nationalsozialisten; Burkhardt war nie Mitglied der NSDAP, hat sich nicht rege am Nationalsozialismus beteiligt und auch die heute vorliegenden Quellen sind nicht indikativ für eine innere, nationalsozialistische Gesinnung. Ebenso wenig manifestiert sich jedoch das Bild eines lupenreinen Demokraten. Hierfür fehlen schlichtweg Belege jenseits der vorgelegten und nachweislich in ihrer Kredibilität anzuzweifelnden Persilscheine.“
„Vor dem Hintergrund des Ausbleibens jeglicher Form des aktiven Widerstands ist Burkhardt folglich nicht als Entlasteter, sondern als Mitläufer einzustufen; denn auch rein nominelle und unwesentliche finanzielle Unterstützung des Nationalsozialismus ist letztendlich eine, wenn auch im Einzelnen verschwindend geringe, Unterstützung des Nationalsozialismus und damit charakteristisch für das Mitläufertum“

Unsere Meinung der Redaktion:

Bey stellt eindeutig fest, dass Burkhardt nur eine rein nominelle, bestenfalls finanzielle Unterstützung (kurzzeitige Mitgliedschaft in der SA, eventuell Zahlen von Mitgliedsbeiträgen) vorgeworfen werden könne. Nirgends behauptet er auch nur ansatzweise, dass Burkhardt auch nur die SA Uniform getragen oder aktiv Dienst getan hätte.
Stattdessen wirft er Burkhardt das Ausbleiben aktiven Widerstands (!) vor –seitens der Grünen wird daraus der Eindruck erweckt, als habe er ihm eine aktive Unterstützung vorgeworfen. Einfach unwahr.

Behauptung:

„Burkhardt war aktives Mitglied in mehreren NS-Organisationen, u.a. in der Terrororganisation SA“

Zitat aus der Bachelorarbeit (Bey):
„Aus welchen Gründen Burkhardt überhaupt der SA beitrat – Angst vor Verfolgung, Anschein der Mitarbeit, Ankurbeln des eigenen Geschäfts – läasst sich rückblickend nicht bestimmen. Dass Burkhardt, wie er selbst behauptet, durch seinen Beitritt in die SA lediglich den Anschein der Mitarbeit geben wollte, ist durchaus denkbar – attestiert ihm jedoch im Umkehrschluss keine demokratische Gesinnung.
„Dass sich Burkhardt in Leumundszeugnissen und Zeugenaussagen für seine engen Vertrauten einsetzte – und andere diese umgekehrt auch für Burkhardt taten – ist keine Seltenheit. Dass er der SA primär beitrat, um nach aussen hin den Anschein der Mitarbeit zu geben (sofern man ihm das glauben möchte), um hiermit sowie durch seine Mitgliedschaften in DAF und NSV potentiell sich selbst, seinen Betrieb und seine Familie im nationalsozialistischen Gefüge besser zu positionieren, ist wie bereits erwähnt denkbar und wäre ebenfalls nicht unüblich. …..“

Unsere Meinung der Redaktion:

Dass die Mitgliedschaft (NSV) oder Zwangsmitgliedschaft (DAF) überhaupt nichts aussagt und eigentlich nur die kurze SA Mitgliedschaft vorgeworfen werden kann, ist Ergebnis der Bachelorarbeit.
Wenn einen das Zahlen von Mitgliedsbeiträgen oder eine Haustürspende zum „aktiven Mitglied oder aktiven Unterstützer“ macht, dann hätten Vereine heute ja auch nur lauter aktive Mitglieder! Die Bachelorarbeit ist eindeutig, dass Burkhardt nie aktives Mitglied in diesen Organisationen war.

Behauptung:

„keine außergewöhnliche Leistung in der kurzen Amtszeit als Bürgermeister….herausragende Leistungen sind nicht belegt“

Zitat aus der Bachelorarbeit (Bey):

„Es lässt sich festhalten, dass Burkhardt stets versucht hat, die Notlage der Marktgemeinde zu lindern, sei es durch Aufteilung der wenig vorhandenen Ressourcen oder durch das Erfragen und Beschaffen jener Güter, an welchen es mangelte. Er bemühte sich zudem, die Bevölkerung möglichst in den Wiederaufbau zu integrieren sowie die Wohnungslage bestmöglich in den Griff zu bekommen.“
„Betrachtet man die Leistungen Burkhardts als Bürgermeister Allersbergs, so lässt sich festhalten, dass er sich allem Anschein nach zumeist bestmöglich für die Marktgemeinde einsetzte und sich folglich um die Gemeinde verdient machte. Die Quellen vermitteln den Eindruck, als habe er versucht, die meisten der während der Nachkriegszeit bestehenden und entstehenden Probleme einzugehen“. Dies spiegelt sich in der Vielzahl der unter ihm als Bürgermeister verabschiedeten Beschlüsse sowie in den vielen Schreiben und Gesuchen Burkhardts an benachbarte Gemeinden und auch Firmen wieder.“
„Nach Kriegsende hingegen hat sich Burkhardt zweifelsohne um die Marktgemeinde Allersberg verdient gemacht, sein Wirken als Bürgermeister ist jedoch schwer quantifizierbar, nicht ohne Kontroversen und auf einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum beschränkt“.

Unsere Einschätzung dazu:

Und das ist nur die Meinung Beys, warten wir mal ab, was bei Geschichte für Alle noch herauskommt. Wir wüssten auch so keinen Bürgermeister Allersbergs, dessen Wirken ohne Kontroversen gewesen wäre. Ist irgendeiner seiner Nachfolger mit einer so absoluten Notstandssituation und größten Herausforderungen konfrontiert gewesen und hat in schwierigster Zeit Verantwortung für seine Mitbürger übernommen? Wenn man da die Länge von Amtszeiten vergleicht, vergleicht man wohl Äpfel mit Birnen?

Behauptung:

„eindeutiges Ergebnis: Die Benennung der Straße nach Burkhardt ist eine Ehrung zu Unrecht“

Zitat aus der Bachelorarbeit (Bey):

„Resümierend bleiben zu viele Fragen offen, zu viele Ungereimtheiten ungeklärt.“
„Eine Urteilsbildung ist nur möglich, indem man zwischen den Zeilen liest und vorhandene Akten mit auffälligen Lücken und Ungereimtheiten ergänzt“.

Unsere klare Meinung dazu:

Eine Note in einer Bachelorarbeit bekommt man dafür, dass man zeigt, wissenschaftlich arbeiten zu können. Ob das am Ende stehende Fazit oder die Meinung des Verfassers richtig oder abwegig ist, ist nicht entscheidend.
Sein Urteil kommt dadurch zustande, dass er sich die Lücken seiner Recherchen und Ungereimtheiten selber zusammenreimt – es ist also ein höchst subjektives Urteil (zum wissenschaftlichen Wert könnte man gut diskutieren).
Warum unsere Grünen dann angesichts der von ihm eingeräumten Ungereimtheiten mit ihrem Urteil nicht wenigstens warten können, bis man die Ergebnisse von Geschichte Für Alle gehört hat ( sondern schon vorher die angeblich einzig nicht skandalöse Sichtweise veröffentlicht), ist ja klar: Fakten spielen keine Rolle. Und es wird egal für was sich morgen entschieden wird niemals Ruhe im Marktrat geben für Sachpolitik. Aus unserer Sicht hat die SPD, CSU und die Grünen Allersberg keinerlei Interesse unabhängig der morgigen Entscheidung das Kriegsbeil zu begraben und zu Sachpolitik zum Wohle von Allersberg zurück zu kehren. Ab morgen zählt es und die Akteure können unsere Redaktion und die Allersberger Bürger gerne eines besseren belehren. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Eine gute sachliche Abstimmung morgen. Auf eine vernünftige Zukunft.

Redaktion "Allersberg unsere Heimat "