Und weil es allen soviel Spaß machte wurde kräftig nachgelegt.
Änderung der in der letzten Sitzung getätigter Beschlüsse zu Rechnungsprüfungsausschuß.
Auch hier war der Bürgermeister Treiber, plötzlich gefiel ihn die Zusammensetzung des Rechnungsprüfungsaussschußes nicht mehr und er setzte kurzerhand die Mitgliederzahl auf 5 herunter.
Dadurch wurde mein Platz "wegrationalisiert".
Warum? Zweifel an Kompetenz der Mitglieder oder Angst davor, daß wir Einblick in Rechnungen haben?
Ich war für den Ausschuß vorgesehen, habe kaufmännischen Hintergrund, in meiner beruflichen Laufbahn immer wieder Leitung oder Vertretung der Leitung von Läden inne, Buchführung schon in Schule und Berufsschule gelernt und später Tages-, Wochen-, Monats-, Jahres-, Inventurabrechnungen gemacht. Zuerst mit Stift und Papier, später am Computer. Auch die für meinen Onlineshop hab ich alleine gemacht. Daran kann es also nicht gelegen haben.
Mir wäre der Inhalt der Rechnungen egal gewesen, einzig und alleine beim Ablauf der Prüfung zu helfen war für mich ausschlaggebend.
Eine Erklärung könnte auch die Antipathie mir gegenüber des später gewählten Vorsitzenden des Rechnungsausschußes sein der auch eng mit dem Bürgermeister verbandelt ist und während der Sitzung gleich mehrere Posten, auch auf Vorschlag des Bürgermeisters, abgegriffen hat.
Ein Schelm der Böses dabei denkt 🤡
Auch die Benennung eines Seniorenbeauftragten bzw. des Seniorenbeirates wurde in die "richtige" Richtung gelenkt. Obwohl die Gründung es Seniorenbeirats im Raume stand, übrigens auf Vorschlag des Bürgermeisters, hat er selbst dann doch explizit den Antrag der Freien Wähler vorangetrieben und Eugen Czegley als alleiniger Seniorenbeauftragten bevorzugt. "Weil der es eh schon lange macht".
Ich war auf einer seiner Veranstaltungen, das war eine Kaffeefahrt mit Kaffee aber ohne Fahrt. Die richtete sich ausschließlich an betuchte Eigenheimbesitzer, eingeladen waren Mitarbeiter des Landratsamtes Roth die ihr Konzept TABEA vorstellten, kurz umschrieben: Wie man sein Haus Seniorengerecht umbaut. Also nix für von Armut bedrohte Senioren sondern ausschließlich für betuchte Eigenheimbesitzer. "Irgendwer profitiert immer" - gibt es dafür Provision an Mitarbeiter, Veranstalter solcher Werbeveranstaltungen? In der Einladung hieß es irgendwie "Was das Landratsamt für Senioren macht". Was macht denn das Landratsamt für nicht betuchte Senioren? Da wäre eine Veranstaltung auch nicht schlecht, denn davon gibt es sehr viele. Aber wo nichts verdient wird.......
Oder warum gibt es keine Veranstaltung in der Senioren fit für die Digitalisierung gemacht werden können? Ich unterhalte mich viel mit Senioren, zähle ja mit 63 Jahren selbst dazu und sehr oft habe ich den Eindruck, daß Digitalisierung die Alten und Älteren total überfordert, geht ja teils auch schon Jüngeren so.
Warum nicht eine Veranstaltung zusammen mit dem Jugendbeauftragten planen und der bringt Junge mit?
Junge zeigen den Alten wie sie mit ihren Handys oder PCs umgehen können damit sie nicht abgehängt werden, sich auch in einer Welt der Digitalisierung zurecht kommen.
Ein weiterer Vorschlag von mir wäre gewesen: Wie kann man Älteren Kranken oder Behinderten helfen die nicht 80 % Behinderung haben? Die sind bei allen Angeboten außen vor, die interessiert niemand, daran verdient man kein Geld. Ich hab es selber erlebt: Mitte November hatte ich einen Unfall, Schienbeinkopfbruch mit Achillessehnenriss wurde in der Klinik festgestellt, ohne Behandlung wurde ich nach Hause geschickt. Lohnte sich vermutlich nicht für alte Knochen. Ich konnte noch nicht mal zum Hausarzt, keine Krankmeldung, keine Medikamente, kein Essen kaufen können, zum Glück hatte ich noch die Krücken von einem knöchernen Bandabriß links und Bänderteilabriss rechts am linken Fuß aus 2023, sonst hätte ich daheim am Boden kriechen müssen. Ich lebe alleine, konnte erst kurz vor Weihnachten aus dem Haus, immer noch auf Krücken und unter Schmerzen. Ein paar trockene Lebensmittel konnte ich im Internet bestellen, aber nichts Frisches, keine Getränke. Mein Parteikollege Ernst bot mir dann an für mich einzukaufen. Aber erst mußte ich mich zu einem AfD Treffen quälen, da bekam ich sofort Hilfe angeboten und seine Telefonnummer, die hatte ich vorher nicht. Ich hatte mich erkundigt welche Institution mir helfen könnte, das Ergebnis war ernüchternd: Keine, keine Prozente, keine Hilfe.
Ich bin zäh, aber wie kommen andere mit so einer Lage zurecht? Familie? Meine wohnt weit weg, sind berufstätig, so geht es auch anderen. Viele Senioren oder auch Jüngere, leiden still, haben Scheu jemanden zu fragen. Es gibt im fortgeschrittenem Alter auch gute und schlechte Tage, an den schlechten verlassen sie ihre Wohnung nicht, sperren sich selbst ein weil jeder Schritt nach draußen eine Qual ist.
Früher gab es "Gemeindeschwestern", deren Hilfe stand allen zu die in einer körperlichen Notlage waren. Angeblich gibt es ähnliches privatorganisiert in Roth. Aber wer zum Kuckuck ruft in Roth an damit man an eine helfende Hand kommt?
Das wären meine Vorschläge gewesen, aber dem Gemeinderat waren sture und eingefahrene Pfade lieber, das geht zu Lasten der Senioren aber wen juckts, Posten ist wichtiger als alles andere.
Von Bürgermeister und Freie Wähler kam auch die offene Unterstellung, daß bei der Bildung eines Seniorenbeirats einzelne Mitglieder ihre Mitarbeit politisch missbrauchen könnten. 😱 Ich wollte helfen und nicht missionieren, ihr habt das Amt des Seniorenbeauftragten missbraucht weil ihr das als Machtinstrument anseht, bloß nichts aus den gierigen Händen geben oder teilen, bloß keine andere Meinung dulden müssen.
Herr Czegley ist auch nicht mehr der Jüngste, das Amt wird für 6 Jahre übernommen, was wenn er plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht? Es wird sich schon einer aus den eigenen Reihen finden.
Das Gleiche Spiel auch mit dem Jugendbeauftragten. Kein Beirat.
Frau Josche hatte glatt den Nerv den Beirat mit Fremden zu füllen, aber auch drängte der Bürgermeister doch alles beim Alten zu belassen und keinen Beirat zuzulassen weil dieser ja politisch agieren könnte. Bei Grünen und SPD ist der Vorbehalt berechtigt, überall wo die sich in Jugendarbeit einmischen herrscht Chaos und die Kids werden für linke Politik missbraucht, Stichworte sexuelle Orientierung ausprobieren, Geschlecht wechseln. Aber es gibt auch andere, jene denen die Kids am Herzen liegen.
Auf Vorschlag der Freien Wähler wurde Frau Hauser (ich hoffe der Name ist so richtig) gewählt, dürfte in meinen Augen gut sein.